Katoomba

Katoomba hat verschieden Flüsse und Wasserfälle. Nachdem ich irgendwann gelernt habe, Wasser zu fotografieren, haben wir die Leura Cascades erwandert. Sehr schönes und vollkommen klares Wasser gefiel nicht nur uns, sondern auch vielen anderen. Wenn auf meinen Fotos keine Menschen zusehen sind, entspricht das nicht dem Normalfall. Fast immer stand irgend jemand in dem Bach und fotografierte mit dem Handy – ja wen wohl? Na, sich selber natürlich!
Mit einer Schwebebahn ging es über die Schlucht und mit der Railway ging es mit 45° Steigung den Berg hinauf auf den alten Loren Schienen, denn dort wurde vor 150 Jahren noch Kohle abgebaut. Nun hat man den historischen Schienenweg für diese ca. 200 m lange Abenteuer Strecke genutzt. Die Sitze konnten in der Position „laid back“ oder „cliff hanger“ eingestellt werden, beides war weniger dramatisch, als es verkauft wurde, aber das Publikum hat gekrischen.
Dann gab es eine Aborigines Show. 3 Männer und 2 Damen waren bunt angemalt und machten uns mit den Bräuchen und Tänze der verschiedenen Clans vertraut – natürlich nur oberflächlich gestreift, damit man nicht völlig unkundig bleibt. Aber es war nett und professionell gemacht und zum Schluss durfte man sich mit jedem der Akteure fotografieren lassen. Davon haben vor allem die vielen Inder und Chinesen Gebrauch gemacht. Interessanter fand ich die Kunstgalerie nebenan, denn in den – zum Teil sehr großformatige  – Bildern waren Traumpfade und Natur verarbeitet. Der Glaube der Aborigines an das Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur war ein Thema in der Show und auch in den Bildern. Wenn Du von der Natur eine Frucht oder ein erlegtes Wild bekommst (!), dann musst Du ihr auch etwas zurückgeben, wenigstens ein Dankeschön.
Ein Pfad führte durch einen kurzen, drei-viertel stündigen Weg durch den Regenwald. Wie überall auf dieser Welt wollte sich das Publikum diesen Mühen nicht aussetzen und so waren wir mit wenigen anderen alleine im Regenwald. Bei 38° Temperatur war es angenehm schattig und der Weg war als Lehrpfad angelegt und kurzweilig.

Spät am Abend waren wir dann wieder in Sydney. Wir hatten den ganzen Tag nichts gegessen, aber die meisten Restaurants waren schon geschlossen. Schließlich fand sich ein Italiener, dessen Küche noch bereit war, uns ein angenehmes Abendessen zu servieren. Franka ging wieder ihrem Hobby nach, das ganze Personal auszufragen, wo sie denn wohl herkämen. Das Ergebnis: kein Australier, eine Holländerin aus Amsterdam, drei Italiener, ein Estone, alle waren zwischen 25 und 32 Jahre alt. Das ist Australien, denn in anderen Restaurants ist es genau so.