Die Burg Matsumoto darf zur Schonung des (Dielen-)Bodens nur auf Socken betreten werden. Damit die Schuhe nicht geklaut werden, nimmt man sie in einer Plastiktüte einfach mit. Obwohl wir relativ früh dran waren, war der Publikumsandrang groß. Allerdings ist die Burg als Nationales Erbe auch eine von 5 Burgen, die aus Holz in Ständerbauweise erbaut sind. Unser Führer, Sho, war allseits bekannt und so kamen wir schnell vorwärts. Wir erkletterten den Hauptturm, der zu Kriegszwecken ausgestattet war mit Schießscharten für Pfeil und Bogen, Armbruste und später auch Feuerwaffen. Sho kannte sie alle und hat alles in Englisch, was ihm nicht sehr geläufig über die Lippen kam, erklärt.

 

Es ging von einem Stockwerk aufs nächste über Treppen, die bei der deutschen Bauaufsicht für Entsetzen gesorgt hätten. Wir aber ließen uns nicht entmutigen und kletterten die leiterartigen Stiegen hinauf. Gerne hätte ich einmal gesehen, wie ein Samurai mit seiner 10 kg schweren Rüstung plus Waffen hier hinauf und herunter geturnt ist. Aber die waren ja auch kleiner als wir.

Alles war aus Holz gebaut mit Ausfachungen in klassischer Bauweise: Lehm mit Stroh vermischt. Der letzte Turm war dann der „Friedensturm“, denn er war mit Aussicht, ohne Schiessscharten, mit Balkon für die Friedenzeiten gebaut.

Anschließend konnten wir noch im zugehörigen Museum noch einmal alte Waffen, Rüstungen und andere Fundstücke besichtigen. Die Waffen habe ich nicht fotografiert, weil ich sie nicht mag. Statt dessen habe ich den Gott des Wohlergehens abgelichtet, der auch ausgestellt war.